Gebäudeenergiegesetz 
GEG / EnEV

Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Auszug)

Werden Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen erstmalig in einem Gebäude eingebaut oder werden sie ersetzt, haben der Bauherr oder der Eigentümer dafür Sorge zu tragen, dass die Wärmeabgabe der Rohrleitungen und Armaturen nach Anlage 8 begrenzt wird.

Werden Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungen sowie Armaturen, die zu Klimaanlagen oder sonstigen Anlagen der Raumlufttechnik im Sinne des § 65 Satz 1 gehören, erstmalig in ein Gebäude eingebaut oder werden sie ersetzt, haben der Bauherr oder der Eigentümer dafür Sorge zu tragen, dass die Wärmeaufnahme der eingebauten oder ersetzten Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungen sowie Armaturen nach Anlage 8 begrenzt wird. 

(1) Der Eigentümer eines Gebäudes hat dafür Sorge zu tragen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, die Wärmeabgabe der Rohrleitungen nach Anlage 8 begrenzt wird. 

(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden, soweit die für eine Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können. 

Anforderungen an die Wärmedämmung
von Rohrleitungen und Armaturen,
Anlage 8 (zu § 69, § 70, § 71 Absatz 1)

a) Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen sind wie folgt zu dämmen: 

aa) Bei Leitungen und Armaturen mit einem Innendurchmesser von bis zu 22 Millimetern beträgt die Mindestdicke der Dämmschicht, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 Watt pro Meter und Kelvin, 20 Millimeter. 

bb) Bei Leitungen und Armaturen mit einem Innendurchmesser von mehr als 22 Millimetern und bis zu 35 Millimetern beträgt die Mindestdicke der Dämmschicht, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 Watt pro Meter und Kelvin, 30 Millimeter. 

cc) Bei Leitungen und Armaturen mit einem Innendurchmesser von mehr als 35 Millimetern und bis zu 100 Millimetern ist die Mindestdicke der Dämmschicht, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 Watt pro Meter und Kelvin, gleich dem Innendurchmesser. 

dd) Bei Leitungen und Armaturen mit einem Innendurchmesser von mehr 100 Millimetern beträgt die Mindestdicke der Dämmschicht, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 Watt pro Meter und Kelvin, 100 Millimeter. 

ee) Bei Leitungen und Armaturen nach den Doppelbuchstaben aa bis dd, die sich in Wand- und Deckendurchbrüchen, im Kreuzungsbereich von Leitungen, an Leitungsverbindungsstellen oder bei zentralen Leitungsnetzverteilern befinden, beträgt die Mindestdicke der Dämmschicht, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 Watt pro Meter und Kelvin, die Hälfte des jeweiligen Wertes nach den Doppelbuchstaben aa bis dd. 

ff) Bei Wärmeverteilungsleitungen nach den Doppelbuchstaben aa bis dd, die nach dem 31. Januar 2002 in Bauteilen zwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer verlegt werden, beträgt die Mindestdicke der Dämmschicht, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 Watt pro Meter und Kelvin, die Hälfte des jeweiligen Wertes nach den Doppelbuchstaben aa bis dd 

gg) Bei Leitungen und Armaturen nach Doppelbuchstabe ff, die sich in einem Fußbodenaufbau befinden, beträgt die Mindestdicke der Dämmschicht, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 Watt pro Meter und Kelvin, 6 Millimeter. 

hh) Soweit in den Fällen des § 69 Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen an Außenluft grenzen, beträgt die Mindestdicke der Dämmschicht, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 Watt pro Meter und Kelvin, das Zweifache des jeweiligen Wertes nach den Doppelbuchstaben aa bis dd. 

b) In den Fällen des § 69 ist Buchstabe a nicht anzuwenden, soweit sich Wärmeverteilungsleitungen nach Buchstabe a Doppelbuchstabe aa bis dd in beheizten Räumen oder in Bauteilen zwischen beheizten Räumen eines Nutzers befinden und ihre Wärmeabgabe durch frei liegende Absperreinrichtungen beeinflusst werden kann. 

c) In Fällen des § 69 ist Buchstabe a nicht anzuwenden auf Warmwasserleitungen bis zu einem Wasserinhalt von 3 Litern, die weder in den Zirkulationskreislauf einbezogen noch mit elektrischer Begleitheizung ausgestattet sind (Stichleitungen) und sich in beheizten Räumen befinden. 

Die richtige Umsetzung der GEG Anforderungen

Rohrleitungen  

Dämmstärken 

Heizung 

Trinkwasser warm 

in unbeheizten Räumen 
und Kellerräumen 

 
 
 
 
 
100% 

 
 
 
 
 
100% 

in Außenbauteilen 
(Wände, Decken..) 

in Bauteilen zwischen einem 
unbeheizten und beheiztem Raum 

in Schächten und Kanälen 

Verteilleitungen zur Versorgung  
mehrerer, unterschiedlicher Nutzer 

im Fußboden verlegte Leitungen  
gegen Erdreich   

Rohrleitungen 

Dämmstärke 

in Wand- und Deckendurchbrüchen 
(Abschottungsbereich) 

 
 
50% 

 
 
50% 

im Kreuzungsbereich von Leitungen 

an Leitungsverteilern 

an zentralen Leitungsverteilern 

Armaturen 

in Bausteilen zwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer 

50% 

100% 

im Fußbodenaufbau 
(auf der Rohdecke, unter Estrich) 

6mm 

100% 

in beheizten Räumen eines  
Nutzers (und absperrbar) 

 
keine  
Anforderung 

 
100% 

in Bauteilen zwischen beheizten 
Räumen eines Nutzers (und absperrbar) 

an Außenluft angrenzend 

200% 

200% 

Gegenüberstellung EnEV 2014 und GeG

EnEV 2014  
 
Energieeinsparverordnung (Auszug) 

Gebäudeenergiegesetz “GEG” 
 
Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Auszug) 

§ 10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden 
 

(2) Eigentümer von Gebäuden müssen dafür sorgen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, nach Anlage 5 zur Begrenzung der Wärmeabgabe gedämmt sind. 

§ 71 Dämmung von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen 
 

(1) Der Eigentümer eines Gebäudes hat dafür Sorge zu tragen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, die Wärmeabgabe der Rohrleitungen nach Anlage 8 begrenzt wird. 

5) Die Absätze 2 bis 4 sind nicht anzuwenden, soweit die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können. 

2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden, soweit die für eine Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können. 

§ 14 Verteilungseinrichtungen und Warmwasseranlagen 

  

(5) Beim erstmaligen Einbau und bei der Ersetzung von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie von Armaturen in Gebäuden ist deren Wärmeabgabe nach Anlage 5 zu begrenzen. 

§ 69 Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen 
 

Werden Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen erstmalig in ein Gebäude eingebaut oder werden sie ersetzt, hat der Bauherr oder der Eigentümer dafür Sorge zu tragen, dass die Wärmeabgabe der Rohrleitungen und Armaturen nach Anlage 8 begrenzt wird. 

§ 15 Klimaanlagen und sonstige Anlagen der Raumlufttechnik 
 

(4) Werden Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungen und Armaturen, die zu Anlagen im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 gehören, erstmalig in Gebäude eingebaut oder ersetzt, ist deren Wärmeaufnahme nach Anlage 5 zu begrenzen. 

§ 70 Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungen sowie Armaturen 
 

Werden Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungen sowie Armaturen, die zu Klimaanlagen oder sonstigen Anlagen der Raumlufttechnik im Sinne des § 65 Satz 1 gehören, erstmalig in ein Gebäude eingebaut oder werden sie ersetzt, hat der Bauherr oder der Eigentümer dafür Sorge zu tragen, dass die Wärmeaufnahme der eingebauten oder ersetzten Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungen sowie Armaturen nach Anlage 8 begrenzt wird. 

Warum trinkwasserleitungen gedämmt werden?

Die Dämmung von Trinkwasserrohren erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben. 
Sie wird in erster Linie aus hygienischen Gründen benötigt, um das kalte Trinkwasser vor der Erwärmung naheliegender Wärmerohrleitungen oder Erwärmung durch erhöhte Umgebungstemperaturen zu schützen und so eine Verkeimung zu vermeiden. Zudem soll die Bildung von Tauwasser sowie die 
Übertragung von Schall verhindert werden. Die Schalldämmung der Trinkwasserrohre ist nötig, um Armaturengeräusche durch Öffnen und Schließen der Rohrleitungen zu vermeiden.  
Zum Thema Wärmeverluste von Heizungs- und Warmwasserrohrleitungen schreibt die Energieeinsparverordnung "EnEV" (ab dem 01.11.2020 das Gebäudeenergiegesetz "GEG") als gesetzliche Grundlage eine Dämmung des Heizungs- bzw. Warmwassersystems vor. Die Dämmdicken werden in Abhängigkeit vom Rohrdurchmesser vorgegeben. 

Es dürfen ausschließlich Dämmstoffe zum Einsatz kommen, die einen amtlich anerkannten Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit bei 40 °C von 0,035 W/(m•K) aufweisen können. Werden Dämmstoffe mit schlechteren Dämmeigenschaften eingesetzt, müssen die Dämmstoffdicken entsprechend größer dimensioniert werden

Wärmedämmung

Das GEG  gibt eine Mindestanforderung für die Dämmdicken von Rohrleitungen und Armaturen vor. Der Regelfall ist die sogenannte 100%-Dämmung. Das heißt alle Warmwasser Rohrleitungen wie Heizungsleitungen oder Trinkwasserleitungen 
warm sind mit einer Dämmstärke zu ummanteln, die mindestens dem Innendurchmesser der Rohrleitung entspricht. Dies gilt für alle Dämmstoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit von  
von
λ = 0,035 W/(mK). Bei einem Einsatz von Dämmstoffen mit einer höheren  
Wärmeleitfähigkeit sind die Dämmstärken anzupassen. 

Schutz vor Legionellen

Laut wissenschaftlichen Auswertungen steigt im Sommer die Legionellen-Gefahr. Stagniert das Wasser über einen längeren Zeitraum in den Leitungen 
und haustechnischen Installationen, können diese ungewollt zu einer Brutstätte für Bakterien werden. Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge erkranken alleine in Deutschland pro Jahr  
15.000 bis 30.000 Menschen an Legionellose, einer Lungenentzündung, die durch Krankheitserreger im Wasser übertragen wird.  Infektionsquellen sind nicht ausschließlich  
Klimaanlagen, Schwimmbäder oder Whirlpools, auch Fehler bei der Installation von  
Sanitärinstallationen können zu einem erhöhten Anstieg von Legionellen im Trinkwasser führen. Eine der wichtigsten Präventionsmaßnehmen ist die korrekte Isolierung der 
Warm- und Kalttrinkwasserleitungen mit den passenden Dämmstoffen.  
 
 
Legionellen sind Bakterien, die zur Familie der Legionellaceae gehören. 
Sie leben im Wasser sind aber nicht Sporen bildend.  
Durch die zentrale Wasserversorgung gelangen sie spielen einfach 
in die Trinkwassersysteme von Gebäuden. Bei Temperaturen zwischen 25 und 45 °C und stagnierendem Wasser vermehren Sie sich zügig. Zur Gefahr werden die Bakterien erst wenn sie in kleinen Tröpfchen (Aerosolen) eingeatmet werden.  
Bei chronisch kranken, bettlägerigen und abwehrgeschwächten Menschen können Legionellen zu einer schweren Lungenentzündung führen
 .  

Um mikrobielle Kontamination im Trinkwasser zu verhindern, gibt es eine Reihe betriebs,- bau,- und verfahrenstechnischer Maßnahmen, die meist in Kombination zur Anwendung kommen. Das Wasser muss im Leitungssystem ständig zirkulieren, zusätzlich muss die unzulässige Abkühlung von Trinkwasserleitungen und Erwärmung von Kaltwasserleitungen verhindert werden.  
Laut DIN EN 806-2 dürfen Leitungen für kaltes Trinkwasser nicht neben Heizungsleitungen oder Leitungen für erwärmtes Trinkwasser oder beheizte Bereiche verlaufen.  
Zudem müssen Kaltwasserleitungen gegen äußere Wärmeeinwirkung durch Abstand oder Isolierung geschützt werden.

 

Die Isolierprodukte des Herstellers Armacell verhindern dank ausgezeichneter technischer Eigenschaften (AF/Armaflex, SH/Armaflex) eine unzulässige Abkühlung bzw. Erwärmung von Warm- und Kaltwasserleitungen und schützen die Anlage gleichzeitig vor Energieverlust. Dadurch werden Emissionen gespart und dies kommt unserer Umwelt zugute.  
 
Aufgrund der geschlossenzelligen Materialstruktur der Produkte wird zudem eine nicht zulässige Durchfeuchtung der Isolierung und damit Korrosion an den Leitungen verhindert. 
 
Armacell AF/Armaflex Produkte entsprechen den Anforderungen der deutschen DIN 1988-200 und der Energieeinsparverordnung.